Dieses Jahr zog es uns in die wunderschöne Eifel. Nach dem es in den letzten Wochen vor dem Start leider noch ein paar Absagen gab, trafen sich am Donnerstag in Heimsheim um 8 Uhr 29,5 SturzbĂŒgler – 26 MotorrĂ€der, 2 Sozius, 1 Auto und unser jĂŒngster Mitfahrer, der Elias. So zu mindestens der Plan!

Bei ein paar Mitfahrern war der Start schon etwas erschwert. Dem Motorrad von Kerstin war es wohl auch noch etwas zu frĂŒh, denn es wollte einfach nicht starten. Mit etwas ÜberbrĂŒckungsarbeit ließ es sich doch ĂŒberreden und somit konnte der Helmut seine Mitfahrer zum Treffpunkt lotsen, wenn auch mit etwas VerspĂ€tung. Doch leider fehlte in der Gruppe nochmal einer, dem Dani fehlte der passende RĂŒckblick. Sein linker Spiegel brach noch zu Hause ab und somit war die Fahrt ĂŒber die Autobahn nach Heimsheim schon sehr abenteuerlich. Er bog in Heimsheim erst gar nicht ab zum Treffpunkt, sondern fuhr direkt weiter in den Ort um irgendwo Hilfe in einer Werkstatt zu finden.

WĂ€hrenddessen trafen die anderen ziemlich pĂŒnktlich und vollgetankt am Treffpunkt ein, es wurde sich herzlich begrĂŒĂŸt, noch schnell eine FrĂŒhstĂŒcksstulle gevespert und gĂ€hnend die Weckerzeiten ausgetauscht. Elias kam aus dem Stauen gar nicht mehr raus, ĂŒberall seine geliebten ‘Dodads’ und beim Motorrad vom Ecki (Insider wĂŒrden jetzt sagen, der Silke ihrs
) durfte er sogar drauf sitzen, er war absolut im GlĂŒck. Trotz allem beschrieb seine Frisur wie wir uns alle fĂŒhlten, fĂŒr manche klingelte der Wecker frĂŒher wie zur Arbeit. Aber die Eifel lag nun mal nicht um die Ecke, die vielen Kilometer mussten hinter uns gebracht werden.

 

Nach kurzer Ansprache von Armin und Simone fuhren fast alle MotorrĂ€der in ihren Gruppen kurz nach halb 9 gen Westen davon. Elias kam mit dem Winken und ‘TsĂŒs‘ sagen gar nicht mehr hinterher. Helmut und seine Truppe hatte leider auch hier etwas VerspĂ€tung, aber auch sie schafften es kurz nach 9 los.

Nicki und Elias blieben mit ihrem Auto zurĂŒck und versuchten in Erfahrung zu bringen wie es denn beim Dani weiterging. Nach dem er von drei WerkstĂ€tten eine Absage bekam, fand er in Rutesheim eine super Werkstatt. Der Werkstattmeister höchstpersönlich kĂŒmmerte sich um ihn und sie fanden eine Lösung und das beste? Das ganze fĂŒr lau, er gab eine Spende fĂŒr die Kaffeekasse und natĂŒrlich eine gute Googlebewertung. Nicki traf sich mit ihm an der Werkstatt und von da aus fuhren sie dann getrennte Wege. Dani suchte im Navi nach einer kurvigen Strecke zum nĂ€chsten Treffpunkt und Nicki nach einem Spielplatz um den kleinen Elias zwischendrin zu beschĂ€ftigen, denn mit dem Auto ĂŒber die Autobahn waren sie natĂŒrlich schneller und mussten etwas Zeit schinden.

Auf schönen Strecken und Kurven fĂŒhrte die Strecke in Richtung Neuburg am Rhein, dort gab es kleines Highlight. Die RheinfĂ€hre ‘Baden-Pfalz‘ schipperte die ZweirĂ€der gemĂŒtlich zur anderen Seite. NĂ€chster Stopp war dann schon die Mittagspause, wo auch alle Gruppen wieder aufeinander trafen, wenn auch Zeitversetzt.

Um 12.30 Uhr war Dani der erste an der ‘Peters Alm‘ in Homburg, Nicki und Elias kamen mit dem Auto direkt danach. Kurz drauf trudelten schon die ersten Gruppen nach und nach ein.

Wir haben auch etwas spannendes gelernt: Wenn der Wirt bei Currywurst nach Rot/Weiß frĂ€gt, ist damit nicht Ketchup/Mayo gemeint! In der Pfalz isst man wohl auch gerne mal eine Rote als Currywurst, als Schwabe etwas befremdlich, aber lecker.

Auch hier kam Helmut mit seinen Mitfahrern wieder etwas spÀter an, da machten sich die ersten schon wieder fahrbereit.

Wohl gestĂ€rkt und vollgefuttert ging es aber fĂŒr alle irgendwann weiter, denn es war gerade mal die HĂ€lfte der Strecke geschafft und alle wollten im Hotel ankommen.

Nun waren auch alle Gruppen wieder komplett, denn Dani schloss sich Siggi an, wie es eigentlich schon seit morgens geplant war.

Nicki und Elias waren gegen halb 5 die ersten am Hotel ‘Haus Hubertus‘ in Winterspelt und erkundeten schon mal alles. Als sie auf einem Infoflyer las, dass es bei Halbpension um 18.30 Uhr essen gibt, war ihr klar, das es verdammt eng wird bis alle Motorrad Fahrer da sind. Also fragte sie an der Rezeption nach, erklĂ€rte die Lage und fand raus, dass es eine ‘ab‘ Zeit ist vom Buffet.

Sie schrieb die Info in die Whatsapp Gruppe: ‘Buffet ist aufgebaut von 18.30-20 Uhr, also je nach ankommen, gibt es halt nur ein Einlaufbier und ne schnelle Dusche‘. Es brachte die Fahrer natĂŒrlich nicht schneller zum Hotel, aber vielleicht lasen es die ein oder anderen noch und hatten zu mindestens die Info.

Kurz nach 18 Uhr traf die erste Gruppe ein und schon startete der Trubel. Das Einlaufbier wurde schon sehnsĂŒchtig erwartet, also GepĂ€ck auf der Terrasse abgelegt, Sitzplatz gesichert und bestellen wollen. Doch dann kam die Frage: Welche Zimmernummer? Also wieder aufgestanden, eingecheckt und dann wurde die Bestellung endlich aufgenommen. Die nachfolgenden Gruppen wurden nach ihrem ankommen auch sofort informiert um weitere EnttĂ€uschungen zu ersparen. Die letzte Gruppe kam um 18.45 Uhr, zeitgleich sagte uns die Bedienung, das es super wĂ€re, wenn wir um 19 Uhr am Tisch zum Essen sitzen. An sich kein Problem, doch geduscht war noch keiner, also schnell das GepĂ€ck auf die Zimmer gebracht und fast pĂŒnktlich saßen alle ungeduscht am Tisch. Die ersten wollten sich schon aufs Buffet stĂŒrzen, aber uns wurde mehrmals erklĂ€rt, das Suppe als Vorspeise und Nachtisch an den Tisch gebracht wurde. Es war ein Chaos bis alle die Info hatten. Simone bat Micha das seinem Tisch zu sagen, doch anscheinend waren die zwei Details zu viel und es wurde sehr unterhaltsam, denn schon bei den ersten vergaß er die HĂ€lfte☺

 

Nachdem die BĂ€uche gut gefĂŒllt waren, gingen alle nach und nach duschen, denn ohne Kombi und Schweiß

festet es sich gleich viel besser.

Man merkte, dass dem einen oder anderen die Anfahrt etwas in den Knochen saß, doch das hinderte uns nicht einen tollen ersten Tag mit den ein oder anderen Bier und guten GesprĂ€chen zu beenden.

 

Die erste Nacht war fĂŒr manche etwas schwierig, Angelika wurde von der Kirchenglocke um 6 Uhr geweckt, ein paar schliefen etwas schlecht, Tanja kĂ€mpfte mit Knieschmerzen und manche wachten mit Kopfschmerzen auf. Dadurch wurde auch die Nicht-Fahrer Gruppe etwas grĂ¶ĂŸer wie geplant. Neben Nicki, Kerstin und Jutta gesellten sich auch Angelika, Tanja und Stefan zu einem Ausflug nach Aachen.

Nach einem leckeren FrĂŒhstĂŒck machten sich fast alle Motorradfahrer Ausfahrtbereit und zogen gegen 9 Uhr in die unterschiedlichsten Richtungen los.

Dieter, Armin und Simone lotsten jeweils auf unterschiedlichen Strecken und Fahrstilen in Richtung NĂŒrburgring, leider fiel eine Touristenfahrt flach, da es seit Anfang des Jahres nicht mehr möglich ist fĂŒr MotorrĂ€der.

Ecki erkundete Luxemburg diagonal und Siggi fuhr maximal durch Luxemburg. Sie fuhren tolle Strecken und machten Pause an einer engen Schlucht, die sie zu Fuß zu einen schönen Aussichtspunkt brachte.

Ein paar der Gruppen kamen Freitag und auch Samstag am EU Denkmal vorbei und klapperten die zwei Drei-LĂ€nder-Dreiecke ab.

Martin machte sich auf in Richtung Mosel, Rudi und Marion fuhren immer der Nase nach, sie waren heute zu zweit unterwegs. Sie waren begeistert von den Straßen in Luxemburg und kamen sogar durch ein offenes Drehkreuz auf die belgische Grand Prix Strecke.

Die NFs ließen die MotorrĂ€der von dannen ziehen und dann ging es fĂŒr sie auch los. Angelika passte noch in Nickis Auto, aber leider war fĂŒr Stefan und Tanja kein Platz mehr, die zwei fuhren mit dem Motorrad hinter dem Auto her, die 80 km waren ok fĂŒr sie.

Die Frauenrunde im Auto wurde gut von Elias unterhalten, er machte jeden Quatsch mit und Kerstins ‘Ui Ui Ui‘ kann er heute noch. In Aachen angekommen, zogen sich Tanja und Stefan schnell um und los ging das Sightseeing. Da Kerstin gebĂŒrtig aus Aachen kam und bis sie 15 Jahre alt war dort gelebt hat, kannte sie noch ein paar kleine Anekdoten. Als Stefan und sein Harem den wunderschönen Dom besichtigten, erzĂ€hlte sie die Sage des Teufels, der betrogen wurde, die TĂŒr zuschlug und sie beschĂ€digte – anscheinend blieb dabei sein Daumen im TĂŒrschloss hĂ€ngen und wenn man heute seinen Finger dort hinein steckt, soll es bestialisch stinken, getraut es auszuprobieren, haben sich aber alle nicht. Sie erklĂ€rte uns den Klenkes, den kleinen Finger als Grußzeichen. Zeigte uns den Elisenbrunnen, dieser war aber etwas enttĂ€uschend, denn im Endeffekt waren es nur zwei bessere WasserhĂ€hne aus denen schwefelhaltiges, 53 °C warmes Wasser kam.

Kerstin und Stefan entdeckten das Kind in sich und haben gemeint, sie passen noch super in eine Kinder Rohrrutsche. So lustig es klingt, war es auch! Denn wie zu erwarten, wurde es etwas eng, aber raus kamen sie ..irgendwie.

Jutta wollte unbedingt in einen Klamottenladen, nach lĂ€ngerer Suche in einem Einkaufcenter wurde einer gefunden, doch Angelika und Kerstin wollten nicht mit rein und entspannten lieber eine Runde im Massagesitz. NatĂŒrlich wurden auch Aachener Printen probiert, doch hier gingen die GeschmĂ€cker sehr auseinander, es ist schon eine sehr spezielle Art von Lebkuchen, die nicht jedem schmeckten.

Außer Kerstin, sie kaufte sich gleich verschiedene Sorten – wahrscheinlich liegt ihr der Geschmack einfach im Blut ☺

WĂ€hrenddessen geschah auf Eckis Tour ein wichtiges Ereignis. Unser Micha suchte schon seit 3 Jahren einen passenden Namen fĂŒr seine dicke 1200er GS und an diesem Tag, fiel es ihm quasi …in den Schoß.

Ecki fuhr um den Felsen herum, um die Auffahrt zum Aussichtsparkplatz Prediktstuhl rechts liegen zu lassen. Nur um dann unvermittelt doch rechts ĂŒber die Ausfahrt spitz auf den Parkplatz zu gelangen. Micha war ein wenig ĂŒberrascht und kam in der scharfen Rechtskehre und leider auch in der Regenablaufrinne zum Stehen und wollte dann im 2ten Gang anfahren. Es kam so wie es kommen musste, er verlor das Gleichgewicht und plumpste mit samt seiner „Dicken“ einfach um. Er rollte sich nach rechts und sah seine „geliebte Dicke“ in dieser unnatĂŒrlichen horizontalen Lage liegen.

Sie lag nun da mit ihrem dicken Koffer-GesĂ€ĂŸ, ihrer schlanken Taille und weiter oben die dicken Zylinder zusĂ€tzlich gestĂŒtzt auf dem rechten Lenkerarm.

Und als sie so da lag wÀhrend er sich hochrappelte, schoss ihm der AC/DC Song sogleich in den Kopf:

„Wanna tell you story
About Bike I know
When it comes to lovin’
She steals the show
She ain’t exactly pretty
Ain’t exactly small
2207 × 952,5 × 1412cm
You could say she’s got it all
Never had a Bike
Never had a Bike like you
Doin’ all the things
Doin’ all the things you do
Ain’t no fairy story
Ain’t no skin and bones
But you give it all you got
Weighin’ in at 250kg
You’re a whole lotta Bike
A whole lotta Bike
Whole lotta Rosie
Whole lotta Rosie
Whole lotta Rosie
And you’re a whole lotta Bike

Und so hatte er endlich einen Namen fĂŒr seine dicke GS: Rosie!

Außer dem angekratzten SturzbĂŒgel und seinem Ego ist zum GlĂŒck nichts passiert. Vielen Dank an Arist, Ecki, Silke und Helmut fĂŒr die schnelle Aufstellhilfe.

Apropos Namen: Nochmal jemand fand an diesem Tag ihr persönliches Highlight. Die Tour fĂŒhrt durch das idyllische Örtchen ‘Reiff‘, das fand unsere Silke Reiff natĂŒrlich richtig klasse! Der Weg dorthin fĂŒhrte sie ĂŒber kleine und sehr kleine Straßen und am Ende des Ortes mussten sie aber leider wieder umkehren, da die Bitumenschicht noch sehr frisch war und sie das ihren Mopeds nicht zumuten wollten. Über Umwege ging es dann weiter nach Luxemburg in das schöne StĂ€dtchen Viaden mit einem tollen Blick auf die gleichnamige Burg.

Die Heimfahrt der NFs war auch sehr aufregend, diesmal sind Tanja und Stefan extra gefahren, sie wollten etwas außen herum ohne die Autobahn fahren. Also bekamen sie zum GlĂŒck nicht mit, wie Nicki sich noch in Aachen total verzettelte, da sie eine Abbiegung nach der anderen verpasste – aber zum GlĂŒck ist sie so schusselig! Denn durch diese ZufĂ€lle sind sie an Kerstins altem Elternhaus vorbeigekommen und sie fing munter an alte Kamellen auszupacken.

Endlich raus aus Aachen ging es eigentlich nur gerade aus und einmal die Autobahn wechseln. Doch wie wir gerade erfahren haben, verpasst Nicki gerne Ausfahrten. NatĂŒrlich war auch das hier der Fall, aber es waren halt nun mal interessante GesprĂ€che im Auto und das GPS stieg zusĂ€tzlich immer wieder aus. Die Tankanzeige wurde auch immer knapper, doch weit und breit keine Tankstelle. Nachdem endlich eine 

Tankstelle gefunden wurde, war auch der Weg zum Hotel nicht mehr weit. Dort angekommen, war tatsÀchlich die erste Gruppe schon da und nippte am Einlaufbier.

Nach und nach trudelten die Gruppen ein und an diesem Tag passte alles viel besser in den Zeitplan.

WĂ€hrend guten GesprĂ€chen wurde Nicki von eine Wespe gestochen, Angelika wollte schnell Abhilfe schaffen mit einem Hitzestift. Doch Nicki weigerte sich vehement, da leidete sie lieber, bevor sie diesen Hitzeimpuls aushalten muss. Das Hotel hatte leider keine KĂŒhlpacks, also kĂŒhlte sie die Stelle erst ganz tapfer mit ihrem Bier und dann mit EiswĂŒrfel in der VespertĂŒte.

Frisch geduscht saßen alle pĂŒnktlich um 19 Uhr am Tisch und schlugen sich die BĂ€uche voll – am zweiten Tag wussten ja alle wie es funktioniert☺

Nach dem Essen gab es noch eine Herzensangelegenheit zu erledigten. Ein daheimgebliebener hatte seinen 60. Ehrentag und somit sangen alle dem Harald ein StÀndchen und schickten es ihm per Video.

Ein weiterer schöner Tag ging wieder mit lustigen GesprÀchen zu Ende.

 

Am Samstag gab es natĂŒrlich auch wieder schöne Touren:

– Monja fĂŒhrte durch die Adennen,

– Dieter, Simone und Armin fuhren quer durch 3 LĂ€nder

– der Siggi machte diesmal Luxemburg diagonal unsicher

Die NFs waren natĂŒrlich auch wieder unterwegs. Eigentlich wĂ€re Nicki mit Elias alleine unterwegs, doch die Kerstin entschied sich spontan anzuschließen. Sie ließen die MotorrĂ€der wieder davon fahren und ĂŒberlegten, was sie denn heute machen und entschieden sich Monschau zu besichtigen. Es ging wieder durch Belgien, nur diesmal keine Autobahn – die Landschaft ist wirklich wunderschön! Nach lĂ€ngerer Parkplatzsuche schlenderten sie gemĂŒtlich durch das kleine, schöne Örtchen. Es war echt viel los, aber sie ließen sich nicht stressen. Sie fanden das Denkmal des Maaßens PĂ€ulche, aßen Currywurst mit Mangosoße und Pommes. Vorbei an einem Orgelspieler am Straßenrand, aus der Ferne fand Elias es interessant, aber direkt neben ihm fĂŒr ein Foto war es doch sehr unheimlich. Die 2,5 liefen noch etwas durch den Ort, aßen ein Eis in einem sehr ĂŒberlaufenen CafĂ© mit gestresster, unfreundlicher Bedienung und machten sich dann auch langsam wieder zurĂŒck zum Auto.

WĂ€hrenddessen unterwegs mit Simone, Micha, Harry, Tanja und Dani auf der „3 LĂ€nder Tour“ musste schon bald nach dem Start erst noch getankt werden. Kurz nach der Grenze steuerte Tourguide Simone ein belgisches Einkaufszentrum mit Tankstelle an. Dort fuhr sie zielsicher die ZapfsĂ€ule an und die anderen Biker versammelten sich mit den Maschinen drumherum.

Dani stand parallel zu Simone und sagte etwas, was Micha nicht verstehen konnte, da die meisten Maschinen liefen.

Simone erwiderte: „Kann man hier mit Karte zahlen?“.

Dani sagte wieder etwas. Daraufhin Simone lauter: „Kann man mit Karte zahlen?“

Daraufhin konnte Micha auch Dani verstehen, denn er sagte ziemlich laut: „Das ist eine LadesĂ€ule, keine ZapfsĂ€ule!“.

Simone schaute daraufhin den Zapfhahn in ihrer Hand genauer an und realisierte, dass sie hier nur KWh statt Liter tanken konnte.

Simone fiel gemeinsam mit allen in das GelÀchter ein und schon ging es weiter zur nÀchsten Lade
 eh ZapfsÀule.

Als nach den Touren nach und nach alle wiederkehrten wurde auch wieder das obligatorische Stiefelbier wie an jedem Abend der ETfA25-Ausfahrt, natĂŒrlich noch in Kombi und Stiefel, auf der Hotelterrasse eingenommen. Die TourrĂŒckkehrer versammelten sich auf der Terrasse und nahmen eine große Anzahl der Tische und StĂŒhle in Beschlag und der Hotel-Staff hatte alle HĂ€nde voll zu tun den SturzbĂŒgelbestellungen nachzukommen.

 

 

Als Dieter von seiner Tour, sichtlich mĂŒde, geschafft und sehnsuchtsvoll auf die ĂŒbervolle Terrasse schaute, erkannte Simone die Situation und rief in Richtung Dieter:

„Welche Zimmer-Nr.?“

„34“ kam es von Dieter und ergĂ€nzend: „Ein großes Bier“.

Simone gab die Bestellung auf und Dieter konnte sein Bike erst mal ganz entspannt abstellen, um dann ohne weiteres Warten sein frisch gezapftes Stiefelbier auf der Terrasse zu genießen.

An diesem Abend gab es frischen Spinat mit Knoblauch am Buffet und es schmeckte einigen so gut, das die Schale schnell leer war. Armin und Ecki waren ganz traurig und fragten bei der Bedienung nach, ob eventuell nochmal was gemacht werden könnte. Als sie das bejahte, saßen die zwei wie auf heißen Kohlen und ließen die KĂŒchentĂŒr nicht mehr aus den Augen. Als es dann endlich soweit war, schauten sie sich triumphierend an und sprangen schnell mit ihrem Teller auf.

Der letzte Abend wurde wieder gut gefestet und alle versuchten die Wetterprognosen fĂŒr Sonntag zu ignorieren.

An einem dieser lustigen ETfA25 Abende, Micha wusste nicht mehr so genau welcher es war, schauten Ecki, Armin und weitere SturzbĂŒgler ein Fahrvideo von der diesjĂ€hrigen Campingausfahrt am Gardasee an. Gastfahrer Klaus hatte sie von hinten gefilmt, als sie durch eine schöne kurvenreiche Strecke wedelten.

Eigentlich konnte man auf dem Video nur Ecki sehen, der an dritter Position fuhr, so dass Micha trocken folgende Bemerkung entfuhr:

„Also die ersten zwei Fahrer, die man nie sieht, sind Armin und ich“.

Armin, Ecki und Micha prusteten los, denn sie waren so gespannt auf das Video und mussten feststellen, dass das Video zwar gut war, aber nicht dem entsprach, was sie sich vorgestellt hatten.

Am Sonntagmorgen kam es leider wie befĂŒrchtet, es regnete ununterbrochen! Aber es fĂŒhrte kein Weg dran vorbei, die Heimreise musste angetreten werden. Nach dem alle ein letztes Mal gefrĂŒhstĂŒckt hatten, wurden die MotorrĂ€der wieder gesattelt und zwischen 8.30 – 8.50 Uhr abgefahren. Nicki und Elias waren wieder die letzten und packten noch gemĂŒtlich und rĂ€umten das Zimmer wieder in Urzustand zurĂŒck, denn mit Kleinkind rĂ€umt man gerne das Zimmer etwas Kindgerechter um. Kurz vor 10 Uhr machten sie sich dann mit dem Auto auch endlich auf direkten Weg zur Mittagspause.

Es regnete ununterbrochen, mal mehr, mal weniger und das machte dem ein oder anderen zu schaffen und machte es nicht einfach die vielen Kilometer zu wuppen. Simone hatte auf ihrer neuen KTM noch die Werksreifen und die sind absolut nicht fĂŒr Regen gemacht.

Nicki war gegen halb 12 die erste am Landgasthof Bremershof in Kaiserslautern. WĂ€hrend Elias auf dem Parkplatz mit seinem Laufrad herum fuhr, trudelten pĂŒnktlich ab halb 1 fast alle Gruppen nacheinander ein. Sie nahmen im Nebenraum des Restaurants platz und dekorierten jeden freien Platz mit ihren nassen Klamotten und den Helmen. Nachdem die ersten ihr Essen schon vor sich stehen hatten, kam auch die letzte Gruppe mit Dieter an. Nach einem guten Essen machten sich kurz nach 2 die ersten schon wieder abfahrtbereit. Aufgrund des Wetters wurde beschlossen, das es keinen offiziellen Treffpunkt mehr geben sollte, da alle nur noch nach hause wollten, manche fuhren sogar ĂŒber die Autobahn nach hause. Also verabschiedeten sich alle nacheinander von allen.

Aber zum Abschluss gab es natĂŒrlich auch noch das ein oder andere Maleur. Micha kam wieder ins Restaurant zurĂŒck und suchte seinen SchlĂŒssel, ohne den kommt man natĂŒrlich nicht weiter! Letztendlich fand er ihn auf dem Klo, was auch immer da passiert ist ☺

Nicki war mit Dieters Gruppe die letzten vor Ort, als die Bedienung auf einem Stuhl ein Handy fand. Als wir uns fragten, wem das wohl gehört, kam auch schon Helmut reingestĂŒrmt. Doch das war nicht alles, Nicki fand auf dem Helmablage-Tisch eine Bauchtasche mit Geldbeutel von Silke. Da die Gruppe aber schon weg war, schrieb sie Silke und nahm die Tasche mit. Die restliche Heimfahrt war fĂŒr alle anstrengend und selbst auf der Autobahn ging es nicht wirklich schneller voran, entweder hat es etwas gestaut oder der Regen ließ schneller fahren nicht zu. Aber ab 18 Uhr trudelten alle nach und nach zu Hause ein. Auch Ecki mit Silke als Sozia kamen, mit Zwischenstopp bei Nicki, gut zu Hause an.

Der SturzbĂŒgel hat eine weitere schöne ETFA hinter sich, mit tollen GesprĂ€chen, lustigen Abenden, schönen Touren und einem super Hotel. Es war ein gelungenes Wochenende, wo jeder Mitfahrer seinen Teil dazu beigetragen hat. Ohne grĂ¶ĂŸere Komplikationen sind zum GlĂŒck alle wieder heil zu Hause angekommen.

Danke an Micha, Silke, Angelika, Kerstin und Dani fĂŒr ihren Teil der Geschichte, ohne euch hĂ€tten wichtige Infos gefehlt und natĂŒrlich an alle fĂŒr die schönen Bilder!☺